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Der Tag an dem der Goldpreis den DAX überholt!

Den genauen Tag kenn ich natürlich auch nicht, ich bin ja nicht Nostradamus, aber wenn es so weitergeht bin ich mir absolut sicher dass wir mittelfristig einen höheren Goldpreis in US-Dollar haben werden, als den Deutschen Aktien Index (DAX) in Indexpunkten.

Inflationsbereinigt müsste der Goldpreis jetzt schon bei circa. 2.200 Dollar stehen, um dem Höchststand zu entsprechen. Diese Marke von 2.200 ist auch ungefähr das Dax-Tief vor dem Ausbruch des Irak-Krieges. Für mich stehen die Börsen aufgrund des Umfeldes und der Gesamtentwicklung viel zu hoch. Ein Dax von circa 2.000 Punkten ist für mich weit realistischer, genauso wie ein Goldpreis von 2.000 Dollar. Schauen wir einfach mal, was die Zukunft bringt und ob diese These sich eines Tages bewahrheitet.

Gold und seine spezifischen Eigenschaften

1. Gold ist sowohl ein monetärer Wert als auch ein Rohstoff

Der Goldmarkt unterscheidet sich von anderen Warenmärkten, weil ein beträchtlicher Teil auch zu Veranlagungszwecken – beispielsweise zur Absicherung gegen Inflation – gekauft wird. Zudem wird der monetäre Aspekt - aufgrund des 20-jährigen Bärenmarktes, der massiven Zentralbankverkäufe der letzten Jahre sowie dem Ende des Bretton Woods-Abkommens - des Goldes heutzutage häufig vergessen. So waren Währungen einst bloße Gold-Derivate, die gesamte Geldschöpfung der Zentralbanken war durch physischen Goldbesitz gedeckt. Historisch gesehen war das gelbe Edelmetall schon immer ein Mittel zur Währungsdeckung. Bereits 5.000 vor Christus wurde der Wert von Gegenständen in Goldeinheiten taxiert, etwa 500 vor Christus wurde die erste Münze aus reinem Gold geprägt.

Gold als Zahlung- und Wertaufbewahungsmittel

Gold hat zahlreiche Eigenschaften die es zum idealen Zahlungs- und Wertaufbewahrungsmittel machen. Es ist haltbar, leicht erkennbar, lagerfähig und vor allem teilbar. Zudem lässt sich der Goldbestand kurzfristig kaum nachhaltig erhöhen. Der Schmelzpunkt von 1.063 Grad Celsius und seine hohe chemische Beständigkeit machen es nahezu unzerstörbar, somit ist praktisch alles jemals geförderte Gold noch vorhanden. Weiters ist es das dehnbarste aller Metalle und lässt sich zu einem Blatt von einem Zentausendstelmilimeter hämmern oder zu einem Faden von 105 km (pro Unze) in die Länge ziehen. Gold besitzt eine sehr gute elektrische Leitfähigkeit und wird deshalb in elektrischen Produkten aller Art eingesetzt. Somit ist Gold sowohl ein Rohstoff als auch ein monetärer Wert.

Alan Greenspan – einer der Haupt-Mitverantwortlichen der geplatzten Blase

Alan Greenspan hat als ehemaliger Chef der Amerikanisch Notenbank Alan Greenspan vor dem US House Banking Commitee am 24. Juli 1998 gesagt:

“Die USA sollten an ihrem Goldbestand festhalten. (….) Gold repräsentiert immer noch die höchste Zahlungsform der Welt. Deutschland konnte 1944 während des Krieges nur mit Gold Materialien kaufen. Papiergeld wird, in extremis, von niemandem entgegengenommen - Gold dagegen wird immer angenommen“.

Ja Herr Greenspan, das ist wohl wahr und so ziemlich das einzige was Sie in den letzten Jahren richtig erkannt haben!

2. Gold als Inflationsschutz

Gold und die Inflationsentwicklung korrelieren stark positiv. Goldinvestments sind somit ein hervorragender Schutz vor Kaufkraftverlusten. Seit Gründung der Federal Reserve im Jahre 1913 hat der Dollar 95 % an Wert verloren (Quelle: Fed inflation calculator), während Gold von USD 20,67 auf über 1.000 - um den Faktor 50 gestiegen ist.

Dass Gold einen guten Hedge (Absicherung) gegen Inflation darstellt ist spätestens seit den 1970er Jahren bekannt. Jedoch bestätigen auch wesentlich längere Betrachtungszeiträume die stabile Kaufkraft des gelben Edelmetalles. Einer Stelle im Alten Testament zufolge konnte man zur Zeit von Nebukadnezar, der im sechsten Jahrhundert vor Christus in Babylonien regierte, für eine Unze Gold 350 Laib Brot kaufen. Auch heute noch erhält man für eine Unze in etwa den gleichen Gegenwert. Ein weiteres beliebtes Sprichwort besagt dass man mit einer Unze Gold genauso im 18. Jahrhundert wie 1930 oder heute einen guten Herrenanzug kaufen kann.

Gold als Schutz vor der kommenden Hyperinflation

Das extremste Beispiel des letzten Jahrhunderts dürfte jedoch die deutsche Hyperinflation 1923 darstellen. 1871 hatte das Deutsche Reich die Goldmark zum allgemein gültigen gesetzlichen Zahlungsmittel erklärt. Das System bewährte sich bis zum Jahre 1918, als die hohen Reparationszahlungen nach dem Ersten Weltkrieg nicht mehr in Goldmark beglichen werden konnten.

Im Zuge der Umstellung auf eine nicht-goldgedeckte Fiat-Währung kam es schließlich zur Hyperinflation der 1920er Jahre.

Was ist Fiat Money?

Fiat Money ist Geld, das nicht oder nur teilweise durch reale Vermögenswerte gedeckt ist (Geld per Dekret, wie Dollar oder Euro zum Beispiel). Im Gegensatz zu Warengeld und Kurantmünzen, die einen Eigenwert haben, der dem Nennwert in der jeweiligen Währungseinheit entspricht, handelt es sich hier um (mehr oder weniger) stoffwertloses Geld, bei dem keine Sachwertdeckung (Gold oder Silber) vorhanden ist.

Kaufen Sie ein Haus mit einer Goldmünze

Während der Hyperinflation der 1920er Jahre konnte man während der Weimarer Republik mit 500 Gramm Gold ganze Häuserblöcke erwerben. Dieses Beispiel verdeutlicht die hervorragende Eignung des gelben Metalls als Wertaufbewahrungsmittel und die Bedeutung als krisenfester Eckpfeiler einer ausgewogenen Veranlagungsstrategie.

Die Kurssteigerungen und das – zumindest zeitweise - Überschreiten der (psychologisch) wichtigen Marke von USD 1.000 je Unze relativieren sich, wenn man den inflationsbereinigten Goldchart betrachtet. Während der Goldpreis Ende der 70er/Anfang der 80er Jahre bei bis zu 850 USD notierte, lag das durchschnittliche amerikanische Haushaltseinkommen bei rund 17.000 USD/Jahr. Heutzutage würde ein vierköpfiger Haushalt mit einem Jahreseinkommen von USD 17.0000 bereits weit unter der
Armutsgrenze leben. Auch die Verschuldung der amerikanischen Haushalte hat sich innerhalb der letzten Dekaden dramatisch ausgeweitet. Während die Privathaushalte 1987 noch mit USD 10 Billionen verschuldet waren, so liegt der Schuldenstand der US-Haushalte bei 28 Billionen USD, also knapp 350 % des BIP.

Somit ist ein nominaler Vergleich der Goldpreise auf Dekaden zurück nur bedingt sinnvoll. Im Jahre 1980 hatte die amerikanische Währung eine wesentlich höhere Kaufkraft als heute. Wenn man den offiziellen Inflationsrechner der Federal Reserve verwendet, läge das inflationsbereinigte Allzeithoch bei circa 2.300 Dollar. Das bedeutet dass Gold mehr 2.300 Dollar kosten müsste um den realen Gegenwert von 1980 widerzuspiegeln. Öl - das schwarze Gold - konnte die realen Höchststände aus den 80er Jahren zuletzt erstmals übersteigen, ähnliches erwarten ich früher oder später auch für den Goldpreis.

Wenn Sie optimistisch sind, kaufen Sie Gold und Silber, wenn Sie pessimistisch sind, kaufen Sie eine Schusswaffe und Konservendosen!

Darum meine Empfehlung. Hinterfragen Sie Analysen und Börsenexperten, welche derzeit von idealen Einstiegskursen sprechen. Aus meiner Sicht wird alles noch viel billiger. Die Lage ist dramatisch und das was die Politik vor allem in Amerika macht ist der Anfang vom Ende des Systems. Das kann gar nicht funktionieren. Darum kaufen Sie besser Gold und Silber, denken Sie aber auch daran, auch Gold und Silber können Sie nicht essen. Vielleicht kommt auch sehr bald eine Zeit, in der Sie nicht nur Ihre Vermögenswerte aktiv schützen müssen, sondern auch Ihr Leben.

Dann kann auch eine Smith & Wesson ein guter Freund für Sie werden!

Die Erste Bank-Gruppe aus Österreich hat im letzten Jahr übrigens einen sehr interessanten Gold-Report gemacht, welchen ich auch nach wie vor für absolut lesenswert halte. Den Report können Sie unter folgendem Link herunterladen:

Goldreport 2008

 

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